Big Money, Big Data, Big Media

Das Totalversagen des Neoliberalismus

…. besser spät als nie – hier nun die Replik auf einen Beitrag von Christian Lindner aus der FAZ vom 14. August 2013, S. 25 – Wahlkämpfe sind sehr gute Gelegenheiten, deutlich zu werden ….

Zeitlich eingerahmt von Grünen, die uns dieser Tage mit nervigem Ökocalvinismus und vegetarischem Genuss per Dekret das Real-Life freudloser gestalten und die Selbstbestimmung darüber, wann wir fleischlos essen, einschränken wollen, und britischen Geheimdienstmitarbeitern, die in einem schlecht inszenierten post-dadaistischen Pseudo-Kunstevent im Keller der Redaktionsräume des Guardian Journalisten dazu nötigen, irgendwelche Festplatten zu zerstören – und flankiert durch den eigentlichen Skandal, nämlich den des Nicht-Aufschreis der freien Journalisten dieser Welt – macht sich Christian Lindner (FDP) Gedanken zu einer „Ordnung für den Datenmarkt“ (FAZ, 14.08.2013, S. 25).

Mit den ihm eigenen flotten Sprüchen bedient er stramm auf der Oberfläche surfend das latente gesellschaftliche Unbehagen über Datensammlung, Datenschnüffelei und Datenmissbrauch staatlicher und kommerzieller Stellen, um seine Partei in das Image einer Pole-Position beim Kampf um Bürgerrechte und Netzpolitik zu hieven. Dabei verharrt er jedoch analytisch in den Positionen eines Liberalismus, der sich kognitiv immun gegenüber den letzten 150 Jahren moderner Gesellschaftsanalyse und -kritik gezeigt hat.

Völlig korrekt nimmt er zunächst Bezug auf die Metapher der Bundeskanzlerin, unterschlägt oder übersieht jedoch die tiefere Implikation des Begriffs vom Neuland, nämlich das versteckte Eingeständnis der Politik, dass die politische Sphäre der technisch-ökonomischen hoffnungslos hinterher läuft – und das bereits seit Jahrzehnten. Passend dazu bleibt das neoliberale Freiheits- und Wettbewerbs-Credo in der Verdinglichung einer standortgebundenen Wahrnehmung stecken.

Indem Lindner den Strukturwandel der Gesellschaft an der „Digitalisierung aller Lebensbereiche“ festmacht, legt er eben nicht den Fokus der Betrachtung auf die zentraleren Änderungen: den Trend von einer Real-Wirtschaft zu einer virtuellen Ökonomie des sog. Finanzmarktkapitalismus, der durch seine Anlagestrategien und Profitraten-Erwartungen die Aushöhlung des realwirtschaftlichen Bereichs verursacht und befeuert. Wertschöpfung findet nach wie vor in der (realen) Wirtschaft statt, diese hat die Anlagenerwartungen gefälligst zu erfüllen, die Abschöpfung jedoch erfolgt im Bankenbereich.

Dieser Trend beginnt in den USA nicht mit dem wirtschaftlichen Durchbruch des Internet, sondern bereits ein Jahrzehnt zuvor mit der aggressiven Steuersenkungspolitik der „Reaganomics“ 1981. Der erste große sog. Netscape-Aktienpeak folgte erst 1994.

Bevor Lindner in den betriebswirtschaftlichen Bezügen seines Denkens die Ökonomisierung aller Lebensbereiche mit „Digitalisierung“ glaubt beschreiben zu müssen, sollte er besser der Frage nachgehen, wie bei einer umgekippten Pyramide globaler Liquidität, in der der Derivatemarkt 855% des Weltsozialproduktes ausmacht, auch nur ein Prozent Rendite als Kostenanteil auf das reale Weltsozialprodukt durchschlägt.

Die „digitale Unordnung“ und ihr Wildwuchs können – mindestens ebenso schlüssig – auch als sekundär und dem „Terror der Ökonomie“, der anarchischen Produktionsweise folgend interpretiert werden. Unter Berücksichtigung historischer Kenntnisse kann die gegenwärtige sog. Finanzmarktkrise auch als dritte große Depression eingeordnet werden. Wenn Regierungen in einer Mischung von Dilettantismus und Komplizenschaft sich von Banken haben erpressen lassen („too big to fail“), ist das nur die eine Seite einer sonderbaren Situation, in der inzwischen „die kleinen Leute“ im Verbund mit der Realwirtschaft für die Casino-Schulden von „denen da oben“ zahlen. Und die amerikanische Immobilienpolitik der Nuller-Jahre, „Eigenheim ohne Eigenkapital“, war auch nur der Versuch, die vorgelagerte unbefriedigende Verteilungsfrage zu kaschieren.

Schon an diesem Punkt wird deutlich: Lindner hätte hier aufhören sollen zu googeln, um statt dessen lieber die richtigen Fragen zu stellen. Doch dies setzt noch etwas mehr als die Absolvierung eines ökonomischen Alphabetisierungsprogrammes und die Beherrschung der Grundrechenarten voraus. Es ist vielmehr Ausdruck eines politischen Totalversagens, den Blick genau dann abzuwenden und ebenso wie sein Parteifreund Wirtschaftsminister Rösler ökonomisch-marktautistisch auf die fiktionale technologische Überlegenheit innovativer Start-Ups und den Wettbewerb zu richten. Zugegeben, es ist richtig, dass die kleinen Schnellen den großen Langsamen etwas voraus haben, gar etwas abringen können. Nur sind die Großen im Digital Business, Google, Amazon, Facebook & Co, eben schnelle Große mit zudem wohl gefüllten Kriegskassen. Der vollzogene Kauf von Youtube durch Google ist hier nur ein Beispiel unter vielen. Darüber hinaus steht es den schnellen Großen praktisch frei, jederzeit und je nach Gusto die nationalstaatlichen Grenzen politischer Regelungen zu überschreiten.

Und es ist auch ein Ausdruck einer demokratischen Betriebsblindheit, nicht zu sehen, was eigentlich durch die aktuellen Ereignisse um PRISM und TEMPORA und den Selbstverrat der westlichen Demokratien deutlich wird, nämlich dass wirkliche demokratische Gesellschaften das Moment der Sicherheit als Organisationsstruktur und -inhalt in sich selbst tragen müssen. Die Lektüre von Frantz Fanon, der im letzten Jahrhundert vor den gesellschaftlichen Ursachen des Terrors warnte, oder auch etwa von Gandhi, der darauf hinwies, dass diese Gesellschaft reich genug ist, um die Bedürfnisse aller, aber nicht die Gier vieler zu befriedigen, wäre hier sicher hilfreicher gewesen. Wer den Menschen identitätsstiftende Lebensverhältnisse verwehrt, muss sich nicht über unerwünschte Reaktionen wundern.

Bei Richard Sennett in „Verfall und Ende des öffentlichen Lebens“ und „Der flexible Mensch“ finden sich kluge Überlegungen über das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit. Lindner und mit ihm die gesamte FDP, die im Bund in Regierungsverantwortung steht, weichen der grundlegenden zentralen Frage aus: “Welche menschlichen Folgen hat die politische Ökonomie, in der wir leben?“ Hier nur die oberflächliche Veränderung im Bereich von Informations-, Transport- und Produktionstechnologien zu sehen, geht am eigentlichen Kern der Sache vorbei: Die tatsächlichen psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen zeigen sich vielmehr daran, wie Institutionen organisiert sind und wie die Menschen in ihnen leben. Und wenn Arbeitsplatz, Sozialstaat und Gemeinschaftsleben als Bezugsrahmen einem immer rascheren Wandel unterworfen sind, Ursachen sich kaum noch Wirkungen zuordnen lassen, Absichten und Vorhaben sich in einem Netz von Unwägbarkeiten und Zufälligkeiten verlieren, über die Einzelne und Gruppen immer weniger Kontrolle haben, müssen die Fragen aufgeworfen werden „Wie sozial sind eigentlich soziale Netzwerke, wie demokratisch ist unsere Demokratie?“

Jeder, der den Durchmarsch der Geheimdienste nicht sieht und auch blind ist für neue Gefahren, wie etwa die Schieds- und Geheimgerichte des geplanten Freihandelsabkommens zwischen den USA und Europa („Transatlantic Trade and Investment Partnership“ / TTIP), muss sich den Vorwurf gefallen lassen, ein naiver Lobbyist der Marktgesellschaft zu sein. In einem taz-Interview hat Ulrich Beck jüngst die sich nationalstaatlicher Regelung entziehende globale Bedrohung benannt: „Wir haben eine laufende Revolution der IT-Branche und der Kommunikationsmedien in Kooperation mit dem militärisch-industriellen Komplex, die permanent die Grund- und Freiheitsrechte relativiert, aushöhlt oder aufhebt.“ Politiker, die die Tragweite dieser Entwicklungen nicht erkennen und anerkennen, die stillschweigend zusehen, wie die EU verwanzt und ihre Bürger ausgeforscht werden, können die noch aufwachen?

Wir haben uns daran gewöhnt, seit die Statistik in unseren Alltag quasi flächendeckend eingeführt worden ist, unser kausales Denken durch die Beobachtung von Korrelationen zu ersetzen. Die Ursachen für diese entdeckten Wahrscheinlichkeiten sind dabei von sekundärem Interesse. Dieser „Logik“ haben sich Geheimdienste mit ihrer Rasterfahndung und Datensammelwut verschrieben. Peter Moeschl hat in einem Standard-Beitrag „Die schöne, neue Verschwörungswelt der NSA“ auf die Folgen einer von Kausalitätsvorstellungen „entlasteten“, statistischen Weltsicht aufmerksam gemacht: „die computergestützte Projektion eines Weltbildes, in der es nur gute Konformisten und böse (konspirative) Nonkonformisten gibt … ein neues, ein institutionalisiertes Verschwörungsdenken der höheren Art, das vorauseilend die Welt beurteilt und bewertet.“

In der aktuellen Auseinandersetzung um informationelle Selbstbestimmung und eine demokratische Datenpolitik erweist sich der Parteiliberalismus der Bundesrepublik – sieht man von singulären Erscheinungen einer Frau Leuthäuser-Schnarrenberger oder eines Herrn Baum einmal ab – nicht als Lobby für Aufklärung und Mündigkeit. Der von Herrn Lindner als Lösung ins Feld geführte Neoliberalismus kann daher nicht die Antwort auf Big Money und Big Data sein, er ist vielmehr Teil des Problems, eines Problems, das nicht mehr auf nationalstaatlicher Ebene gelöst werden kann und wird.

Joachim Paul ist Fraktionsvorsitzender der Piratenfraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen.

ps.: Mehr und Tieferes zur Krise des Denkens, auch jenseits der Politik findet sich hier.

Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Persönliche Blogposts

Gesetzentwurf: Gesetz über das nichtgewerbliche Halten gefährlicher Tiere wildlebender Arten in NRW (NHGTWA-G)

05.09.2013

Gesetzentwurf PIRATEN

Gesetz über das nichtgewerbliche Halten gefährlicher Tiere wildlebender Arten in NRW (NHGTWA-G)

 

Urheber: Piraten
Gesetzentwurf-Drucksache-16-3948.pdf

Veröffentlicht unter Gesetzesentwürfe, Klimaschutz, Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (A17), Simone Brand

Marc Grumpy Olejak stellt sich und seine Heimatstadt Düsseldorf vor

Getagged mit:
Veröffentlicht unter Filme, Marc 'Grumpy' Olejak

#21Piraten und der Streisand-Effekt

Ja, wir haben euch veräppelt.
Ja, wir haben es mit voller Absicht getan.
Ja, wir haben uns gefreut über die vielen, die es verstanden und mitgemacht haben.
Ja, wir haben auch erkannt, dass wir diesen Fake anderen erklären müssen.

Als Unliebsame-Aufgaben-Beauftragter der Fraktion kann ich zwar nicht haarklein erzählen, wie es zu #21Piraten gekommen ist, aber wenigstens genug erklären um keinen Unwissend dahinscheiden zu lassen.

Der wichtige Punkt war: Wir haben über die Wechselgerüchte geredet, die von anderen Fraktionen immer mal wieder angesprochen werden. Offen. Z.B. im Plenum gegenüber dem Sitznachbarn. Dabei fanden wir, dass 1-2 Minister doch so freundlich als Banknachbarn sind, die könnten glatt zu uns wechseln. Daher habe ich um 18:05 am Montag einen Tweet mit dem Hashtag #21Piraten abgesetzt, um Fraktionsintern Spaß zu machen.

Innerhalb von Minuten klingelte drei mal das Telefon, es gab einen Account @21Piraten und Vertreter der anderen Parteien waren in Aufruhr. Wegen eines Tweets ohne Inhalt! Bitte schön, das Spiel können wir weiter spielen: Wir haben also einfach noch mehr Andeutungen gemacht und uns schlapp gelacht, wie schnell einige den Spaß mitgemacht haben.

Leider haben wir auch gemerkt, dass wir einige Leute innerhalb unserer Filterbubble die Sache auch ernst genommen hatten, trotz aller Andeutungen und Querverweise. Spätestens, als die @16Piraten mit den @21Piraten im Kreis geredet haben, dachten wir würde es dämmern. Wie viele dann gesagt haben sie seien der 21. usw., da konnten wir kaum verstehen, dass jemand den Spaß nicht mitbekommen. Sei’s drum, gab es halt irgendwann essen und #21Piraten schlief bis Dienstag morgen.

Geschockt mussten wir da feststellen, dass immer noch eine Menge ernsthafter Fragen nach der News kam. Wir spielten mit dem Einwurf unseres Pressesprechers vom Vortag eine Pressekonferenz müsse kurzfristig organisiert werden und schrieben einfach jeden Quark zum Thema PK durcheinander (bis hin zur Nicht-Öffentlichen-Pressekonferenz (häh??)).

Am Ende haben wir uns kurzerhand darauf geeinigt, unseren Mitarbeitern (über die man auf so einer Klausur natürlich auch redet) ein Lob auszusprechen und sie zum 12. Mann auf dem Platz zu machen – respektive dem 21. Mitglied der Fraktion. Selbst danach fragten Leute, wer denn nun der 21. sei, wann die Pressemeldung käme und ob #21Piraten eine verarsche war.

Ja, das war eine Verarsche. Wir haben uns diebisch gefreut bei der Vorstellung, wie in den anderen Fraktionen nach einem Abweichler gesucht wurde. Obwohl: wahrscheinlich eher nicht. Aber die Vorstellung war super!

Die Klausurtagung übrigens von der Stimmung her auch. Meiner Meinung nach ein Erfolg. Mit Spaß oder ohne.

Veröffentlicht unter Persönliche Blogposts

Schuldenbremse – Lösung oder Problem?

Piraten laden ein zur Diskussionsrunde über die Zukunft der Finanzen

Der Landeshaushalt NRW ist katastrophal – das Land ist hoch verschuldet. Ab dem Jahr 2020 darf das Land keine neuen Schulden mehr aufnehmen. Doch was bedeutet das? In welchen Bereichen muss gespart werden? Ist drastisches Sparen wirklich notwendig oder welche anderen Möglichkeiten hat das Land?

Ist die Schuldenbremse ein Teil der Lösung oder ein Teil des Problems?

Das diskutieren Finanz-Experten auf Einladung der Piratenfraktion NRW am Mittwoch, 04.09.13, ab 19 Uhr in Düsseldorf. Weiterlesen ›

Getagged mit:
Veröffentlicht unter Haushalts- und Finanzausschuss (A07), Homepage, Mitmachen, Pressemitteilungen

Simone Brand zur angekündigten Entlassung von Staatssekretärin Kaykin

 

Frau Kraft hat richtig entschieden, dem Kabinett vorzuschlagen, Frau Kaykin zu entlassen. Mit dem Strafbefehl wegen ‚Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt und Beihilfe zum Betrug‘ kann sich Frau Kaykin in ihrer Position eindeutig nicht mehr halten. Es war aber mindestens genau so richtig von Frau Kraft, diese Entscheidung erst jetzt, mit Bekanntwerden des Strafbefehls, zu treffen.

Weiterlesen ›

Veröffentlicht unter Das Neueste, Homepage, Pressemitteilungen

Bebauungsplan Nr. 655

Nun, das Thema an sich ist schon alt. Der Bebauungsplan 655 ist ja längst beschlossene Sache. Aber der heutige Artikel in der WAZ lässt mich nochmal über das Thema grübeln.

In den Bürgerversammlungen zum Thema wurde immer wieder betont, dass kein Bauträger beauftragt wird. Ok, die Deutsche Bank tritt nun nicht als Bauträger auf, aber die Grundstücke werden jetzt offenbar doch nicht wie geplant von der Stadt Oberhausen direkt vermarktet, sondern durch die Deutsche Bank. Ist es Zeit, zu gratulieren? Hat der Bereich Immobilien der Stadt Oberhausen nun die Deutsche Bank übernommen? Das dürfte unserer finanziellen Gesamtsituation ja helfen. Jedenfalls hieß es in der ersten Bürgerversammlung:

Die Flächen des Plangebietes befinden sich im Besitz der Stadt. Dementsprechen sollen die Grundstücke an Einzeleigentümer über den Bereich Immobilien der Stadt vermarktet werden.

Naja. Man kann seine Meinung ja ändern. Man kann sich ja von “Profis” helfen lassen. Aber anstatt nun Informationen zu den Baugrundstücken online zu stellen, wird der interessierte Bürger gebeten, bei der Deutschen Bank mal reinzuschauen oder anzurufen. Ist das richtig? Muss man die interessierten Käufer zwingen, den Kontakt zur Deutschen Bank zu suchen? Ich erwarte von der Stadt Oberhausen, dass alle Informationen zu diesem Bauvorhaben niederschwellig im Internet abrufbar sind.

Aber was anderes: Bekanntlich wohne ich selber in diesem Bereich. Viele meiner Nachbarn haben mich in den letzten Tagen und Wochen auf die Nutzung der neuen Sportfläche vor der Landwehrschule angesprochen. Oder soll ich besser schreiben “Nichtnutzung”. Es ist vollkommen unverständlich, dass auf der einen Seite eine riesige Freizeitfläche zur Wohnfläche umfunktioniert wird, der geschaffene Ersatz für die Sportfläche dann aber nur für die Schulen nutzbar gemacht werden. Wo sollen denn unsere Kinder und Jugendlichen nun Fußball oder Basketball spielen oder an Wochenenden für die Bundesjugendspiele o.ä. üben?

Die Parkplatzsituation ist so eine weitere Sache. 28 Besucherparkplätze sind vorgesehen, jeder Eigentümer muss einen Stellplatz auf seinem Grundstück vorhalten. Wenn ich davon ausgehe, dass in Einfamilienhäusern häufig auch mehr als ein Auto zur Verfügung steht, ist die Sorge der Anwohner auch hier berechtigt. Die Besucherparkplätze werden schon für die Anwohner der Neubauten nicht ausreichen. Und was macht die Stadt? Sie sagt

Wenn man die zukünftige Situation mit der Zeit vergleicht, in der sich die Tennisanlage noch in Betrieb gefunden hat, kann sogar von einer Entspannung der verkehrlichen Situation gesprochen werden.

Aha! Weil es früher bei Tennisturnieren punktuell starken Parkplatzmangel gab, ist es ja nicht so schlimm wenn es künftig ein bisschen Dauer-Parkplatzmangel gibt. Ein bisschen ist ja weniger als viel. Klingt logisch! Nicht.

Demokratur! Vielleicht verstehen nun auch einige mehr, warum wir in Oberhausen eben eine Demokratur haben. Angst vor weniger Freizeitflächen, Angst vor Parkplatzmangel, Angst vor Zusatzkosten für Anwohner … alles völlig egal. Was interessieren uns die Bedürfnisse der Menschen vor Ort?

Schlimmer noch: warum das Ganze? Das Sportstättenentwicklungskonzept der Stadt Oberhausen meint, dass Alstaden offenbar zu viele Sportplätze hat. Wenn ich nicht so sehr lachen und weinen müsste, würde ich darüber noch weiter schreiben …

Lassen wir das an dieser Stelle. Das Ding wird katastrophal gehandhabt. Es ist Zeit für eine andere Politik!

Veröffentlicht unter Persönliche Blogposts

Piraten unterstützen U18-Wahl

U18 ist eine der größten Bildungsinitiativen für Kinder und Jugendliche in Deutschland: neun Tage vor der Bundestagswahl, am 13.09.2013, können alle Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren aller Nationalitäten ihre Stimme abgeben. Eins der Ziele von U18 ist es dabei, möglichst viele Kinder und Jugendliche dauerhaft für Politik zu begeistern.

Allein in NRW stehen 179 Wahllokale bereit, bundesweit sind es über 1.100 Wahllokale – allesamt Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen, Schulclubs, Jugendverbänden, Sportvereinen, Bibliotheken oder auf öffentlichen Straßen und Plätzen in Form mobiler Wahllokale. Weiterlesen ›

Getagged mit:
Veröffentlicht unter Das Neueste, Familie, Kinder, Jugend (A04), Homepage, Pressemitteilungen

Komm mit zur Demo „Freiheit statt Angst“

Vorratsdatenspeicherung, Tempora, Prism… Demokratie und Bürgerrechte sind in Deutschland ernsthaft in Gefahr. Die diesjährige Groß-Demonstration „Freiheit statt Angst“ (Samstag, 7. September, 13 Uhr: Berlin, Alexanderplatz) erfährt zurzeit eine besondere Aktualität. Wir organisieren Busse zur Großdemonstration nach Berlin. Mitfahren kann jeder – Freiheit ist nur überparteilich erreichbar und muss ein gesamtgesellschaftliches Ziel sein. Die Busse starten am 7. September früh morgens in Köln, Düsseldorf, Dortmund und Bochum; Rückfahrt noch am selben Tag. Die Demonstration beginnt am 7. September 2013 um 13.00 Uhr am Alexanderplatz (Karl-Marx-Allee) in Berlin. Weiterlesen ›

Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Das Neueste, Homepage

Wahlversprechen, die… Ihr wisst schon.

Ich erzähle Euch nichts Neues. Wie hier, hier und hier, plakatiert die FDP Wahlversprechen, die bereits zum Zeitpunkt, wo sie an die Masten gehängt werden, gebrochen sind.

BTQv4PLIQAAJkD3

Nein zum Generalverdacht? Nein zur Aufklärung sollte es eher heißen. Erschreckend, wie weit sich eine ehemalige Bürgerrechtspartei von den Bürgerrechten entfernen kann. Ohne sich zu schämen.

Danke an Martin Stoppler @stoppegp für dieses Bild!

Veröffentlicht unter Persönliche Blogposts

Home Widget 1

Dies ist dein erstes Homewidget-Kästchen. Um diesen Text zu bearbeiten, gehe zu Designs > Widgets > Home Widget 1. Benutze ein Text-Widget. Titel ist auch Einstellbar.

Home Widget 2

Dies ist dein zweites Homewidget-Kästchen. Um diesen Text zu bearbeiten, gehe zu Designs > Widgets > Home Widget 2. Benutze ein Text-Widget. Titel ist auch Einstellbar.

Home Widget 3

Dies ist dein drittes Homewidget-Kästchen. Um diesen Text zu bearbeiten, gehe zu Designs > Widgets > Home Widget 3. Benutze ein Text-Widget. Titel ist auch Einstellbar.