Ihnen allen für die Zukunft nur das Beste. Dieses Mail gibt‘s dreierlei zum Jahresbeginn.
Zum Ersten zwei Texte von Engelbert Kronthaler, die wir hier mit Freuden einer breiteren Leserschaft zuführen, zum Einen, obwohl sie durch die Wittgenstein-Gesellschaft abgelehnt wurden und zum Anderen, gerade weil sie durch die Wittgenstein-Gesellschaft abgelehnt wurden.
Da die Welt alles ist, was der Fall ist, darf ein Stigma gelegentlich auch ein Qualitätssiegel sein.
Aleph und Ayin – 70 Sätze und 1 Gegensatz zu Rationalität und Irrationalität, ein Text in 10 Haupt-Sätzen à 7 Neben-Sätzen, war ursprünglich als Vortrag für das 23. Internationale Wittgenstein Symposium in Kirchberg am Wechsel im Jahr 2000 mit dem Thema Rationalität und Irrationalität konzipiert, wurde aber aufgrund seiner Länge und der mehr klassisch zwei-wertigen Ausrichtung der Wittgenstein-Gesellschaft abgelehnt. Eine stark verkürzte Form erschien in GrKG (Grundlagenstudien aus Kybernetik und Geisteswissenschaft), Humankybernetik, Band 41, Heft 4, Dez. 2000, S. 193-200.
mem und nun – oder 40/50 Gedanken zu Wissen und Glauben – erschien ebenfalls in GrKG, Humankybernetik, im Band 44, Heft 4, Dez. 2003, S. 213-222. Auch er war Vortrag, dieses Mal für das 26. Internationale Wittgenstein Symposium in Kirchberg am Wechsel im Jahr 2003 mit dem Thema Wissen und Glauben konzipiert und bildete den Keim für das hier abgebildete und 2020 im Verlag Dr. Kovač erschienene Buch WISSEN und GLAUBEN – Ein Widerstreit, das hinter dem Link auch käuflich erworben werden kann.
Das Medienportal Youtube hat eine weitaus größere Reichweite als fast alle anderen Verbreitungswege, sodass wir uns zum Zweiten entschlossen haben, die bereits seit längerem hier im vordenker in mehreren Teilen als Audiobeitrag verfügbare Vorlesung Gotthard Günthers über Naturphilosophie, gehalten an der Universität Hamburg 1981 auch über youtube zugänglich zu machen. Für den ein oder anderen Interessierten mag dies einen deutlichen Mehrwet darstellen, da youtube über eine Transkriptfunktion verfügt.
Nach seiner Emeritierung am Biological Computer Lab in Urbana, Illinois, 1972 übersiedelte Gotthard Günther nach Hamburg und hielt bis zu seinem Lebensende 1984 an der Universität Hamburg Vorlesungen über Philosophie. In der ersten Hälfte des Wintersemesters 1981/1982 las er Naturphilosophie. Unser besonderer Dank gilt Herrn Jürgen Albrecht, der uns seinen persönlichen Mitschnitt auf Audiocassetten zur Verfügung stellte.
Wir haben den Mitschnitt digitalisiert und sorgsam „entrauscht“. Er steht hier im vordenker als 192 kbps mp3 in 8 Dateien zur Verfügung. Und nunmehr auf youtube im mp4-Format, dazu hier entlang.
Dieser Vorlesung kommt insofern eine besondere Bedeutung zu, da in den 80er-Jahren nirgendwo sonst in Deutschland Naturphilosophie gelesen wurde. Dementsprechend hoch – dies geht eindeutig aus den Aufnahmen hervor – waren die Resonanz und der Beliebheitsgrad des „alten Mannes“ bei seinen Zuhörerinnen und Zuhörern. Darüber hinaus hat Günthers dialektische Naturphilosophie mit dem unter dem Namen „Naturphilosophie“ firmierenden Ableger der analytischen Philosophie nur wenig gemein. Günthers „Variante“ ist eher auf der Traditionsachse „Leibniz – Schelling – Hermann Weyl“ anzusiedeln.
Gotthard Günther – Philosophie live – ein weiterer Kommentar erübrigt sich.
Und zum Dritten erlaube ich mir, da ich an dem Werk beteiligt war, in eigener Sache auf eine Neuerscheinung aus dem November hinzuweisen:
Heinz-J. Bontrup / Jürgen Daub (Hg.)
Digitalisierung und Technik – Fortschritt oder Fluch?
Perspektiven der Produktivkraftentwicklung im modernen Kapitalismus
Paperback, 321 Seiten, November 2020
ISBN 978-3-89438-742-6
Das Inhaltsverzeichnis:
Heinz-J. Bontrup/Jürgen Daub: Einleitung
Rainer Fischbach: Technologischer Eigensinn und kapitalistische Logik
Alex Demirović: Für die Entfesselung der Produktivkräfte – Überlegungen zur freien Kooperation
Joachim Paul: Eine Krise unserer Rationalität? Zur Dialektik der Beziehungen zwischen Ökonomie, Umwelt und Technik
Peter Brödner: Das Produktivitätsparadoxon der Computertechnik
Florian Butollo/Patricia de Paiva Lareiro: Technikutopien und säkulare Stagnation – Der Kapitalismus als Treiber und Schranke des Digitalen
Heinz-J. Bontrup: Kapitalistisches Profitgesetz und Digitalisierung
Rudi Schmiede: Digitalisierung als neue Stufe der Informatisierung -Überlegungen zum Verständnis der Informationstechnologien
Gustav Bergmann: Schöne neue Arbeitswelt durch Digitalisierung? Ein Versuch zu Agilität, Digitalität und Muße
Jürgen Daub: Arbeit, Technik und Digitalisierung – Produktivkraftentwicklung unter kapitalistischer Ökonomie
Vortrag von Prof. Dr. Heinz-Josef Bontrup, Sprecher der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik e.V.
am 09.12.2020 zur Abschlusskonferenz der 14. Braunschweiger Gramsci-Tage der Braunschweiger Initiative für eine andere Politik (BIAP), die unter dem Titel „Die soziale Schieflage in den Corona-Programmen – Wer trägt die Lasten, wer profitiert?“ abgehalten wurde. Die Konferenz war als Hybrid-Veranstaltung, Online plus Präsenz, ausgelegt. H.-J. Bontrup referierte aus seinem Homeoffice.
Ein zusätzlicher Kommentar erübrigt sich. Der Vortrag spricht für sich.
Kommen Sie gut über die Runden, beste Grüße, Nick H. aka Joachim Paul (Hg.)
„Die haben Kant nicht ordentlich gelesen. Wenn sie die Passage, die in seiner „Kritik der reinen Vernunft“ von der „Amphibolie der Reflexionsbegriffe“ und vom „transzendentalen Schein“ handelt, gelesen hätten, dann hätten sie gesehen, daß man ohne Dialektik nicht durchkommt.“
Und speziell zu Rudolf Carnap bemerkt er:
„dass er alles für Unsinn hält, was Platon, Thomas, Hegel und Schelling gesagt haben. Aber wenn jemand denkt, er ist mehr als auch nur ein paar Zentimeter über Platon oder Kant oder Hegel hinausgekommen, dann kann man nur sagen, er ist ’n Schwachkopf.“
Dazu äußert er sich selbstkritisch und zu Fichte und Schelling:
„Aber die sind genauso im Nebel herumgetappt wie ich, bei Hegel gibt es doch wenigstens Anhalte.“
Und die aktuellen Lehrtätigkeiten scheinen Günther – mehr als 30 Jahre nach seinem Tod – Recht zu geben, 2015 bis 2019 lief an der Universität Leipzig unter dem Titel „A Spirit of Trust“ eine Vorlesungsreihe zu Hegel mit einem der bedeutendsten zeigenössischen amerikanischen Philosophen, Robert Brandom.
Wie dem auch sei, die heute publizierten Beiträge passen – ausnahmslos alle, denn sie repräsentieren Ergebnisse dialektischen Denkens. Ob sie dem Geburtstag des großen Denkers angemessen sind, darüber mögen sich andere streiten, wenn sie es denn wollen.
Willy Bierter – der Schweizer Physiker ist unseren Leser*innen schon bekannt – seine drei hier nun veröffentlichten Texte waren Opfer der Verschiebung und hätten schon im März das Licht der Öffentlichkeit erblicken sollen. In seinen Essays, die ausnahmslos Bezüge zum Werk Gotthard Günthers einerseits darstellen aber auch aufs Neue herstellen, spiegelt sich die Komplexität des Seins, des Wahrnehmens und Handelns als Prozess – sowohl des einzelnen Individuums als des Seins mehrerer Individuen – in der Polykontexturalität der Standpunkte.
In „Wo nur anfangen?“ entwickelt Bierter eine „kleine“ Philosophie des Anfangens, neben Günther auch unter Rückgriff auf Proust, Tolstoi, Sloterdijk, Kaehr, von Foerster, Eva Meyer, u.v.a.
Geist der Landschaft entwickelt als „Ur“-Dialog zwischen Frau und Mann unter Berücksichtigung der Standpunkte beider eine gemeinsame Sicht auf die die Dialogpartner umgebende Welt, wobei der Figur des Chiasmus eine besondere Rolle zukommt.
Ein Baum, eine Frau und ein Mann thematisiert ausgehend von einem gleichnamigen superkurzen Theaterstück Heinz von Foersters Wahrnehmungen, Standpunkte, Unterscheidungen, Unterschiede und sprachliche Bezeichner und spekuliert schlüssig darüber, wie ein solches unser Reflexionsvermögen beförderndes Theaterstück im fernen Osten in China hätte geschrieben werden können. Selbstverständlich unter Berücksichtigung des Buches der Wandlungen, des Yijing.
Auch Engelbert Kronthaler ist den Leserinnen und Lesern hier längst bekannt. Endlich im Netz veröffentlicht, leider „nur“ als Bildkopie – warum wird sich Leserinnen und Lesern erschließen -, wird hier ein Aufsatz „KENOGRAMM, ZEICHEN HINTER / UNTER ZEICHEN“, der 1985 anlässlich des 75. Geburtstags von Max Bense entstand. Hier begibt sich Kronthaler vermittels Kenogrammen hinter/unter die Zeichen.
Sein Essay „Sagt nicht Wasser! Wasser!“ zur Ausstellung „Großer Fluss“ des Künstlers Klaus Becker, Kunstverein Lippstadt 16. Mai bis 11. Juli 2004, ist bebildert mit Fotos der Ausstellung in Anlehnung an den im Druck erschienenen Ausstellungsband und erlaubt somit einen – wenn auch nur im Netz und im Medium von Text und Bild – verspäteten Ausstellungsbesuch, der es optisch, haptisch und buchstäblich in sich hat. Mehr soll hier nicht verraten werden.
Soon to come: Von Engelbert Kronthaler sind weitere Arbeiten in Vorbereitung.
Anfang des Jahrtausends entstand ein Videovortrag des Mathematikers Gerhard G. Thomas, der in den 80ern zur kleinen Arbeitsgruppe an der FU Berlin gehörte um Claus Baldus, Joseph Ditterich, Klaus Grochowiak Rudolf Kaehr und Engelbert Kronthaler, die sich mit der Philosophie Gotthard Günthers, mit Polykontexturalität, Keno- und Morphogrammatik auseinandersetzte. In diesem Rahmen entwickelte Thomas seine Theorie der Permutographen, eine mathematische Theorie, die eine systematische Beschreibung und Analyse der Günther‘schen Negationszyklen erlaubt. In seinem Videovortrag „Leben als Ort, Symbol, Relation, Struktur und Wandel – auf dem Weg zur transklassischen Maschine“ gibt er eine Einführung in seine Permutographentheorie. Hierzu wurde neben der Online-Version des Videos ein vollständiges Transkript angefertigt, dessen Editorial weitere Informationen zu Werk und Person enthält.
Last but not least wollen wir ewas tun, was wir auch schon früher hätten tun sollen, nämlich auf Philosophie Online, auf die großartigen Videobeiträge von Martin Burckhardt zu Philosophie der Maschine hinweisen. Burckhardt betreibt einen eigenen youtube-Kanal um die Reflexion über die Philosophie der Maschine sich im Medium der Maschine Netz ereignen zu lassen. Mittlerweile existieren über ein Duzend etwa 40-minütige Beiträge. Die Reihe wird fortlaufend erweitert. Relevante Kost für den philosophischen Gourmet für alles zwischen und jenseits von Zustimmung und Widerspruch.
1. Masken helfen gegen Coronaviren.
2. Generalüberwachung ist kein geeignetes Mittel gegen ›den Terror‹.
Klar, oder?
Mein T-Shirt ›freedom over fear‹ sollte ein Statement gegen ›Anti-Terror-Maßnahmen‹ sein, aber der Spruch wird aktuell gegen ›Anti-Virus-Maßnahmen‹ verwendet. Würdet Ihr so ein T-Shirt jetzt tragen? Warum nicht?
Euch ist der Unterschied zwischen einer Demo zum ›Tag der Freiheit‹ und einer ›Freiheit statt Angst‹-Demo bekannt. Doch was, wenn Ihr den Unterschied erklären müsst?
(Auch oder gerade in der sogenannten linksradikalen Szene)
Ich hatte vor Jess keinen eigenen Hund. Bisher waren es Katzen und eine Weile habe ich Pferde ausgebildet. Grundsätzlich sind aber die lernpsychologischen Grundlagen bei unterschiedlichen Tieren nicht so wesentlich anders, oder?
Bei Pferden habe ich immer ein wenig geguckt, was diese anbieten. Was sie gerne machen. Und dann versucht, in der Richtung zu verstärken, so es denn Verhalten sind, die sinnvoll/nützlich erscheinen.
Jess zum Beispiel ist sehr mutig, vorausgehend, neugierig. Das ist sehr hilfreich. Man muss sie eher etwas bremsen in ihrem Sturm und Drang. Warten fällt ihr schwer. Geduld. Irgendwo rumsitzen. Ruhe zu lernen, ist trotzdem natürlich sehr wichtig und auch sinnvoll gerade vor dem Hintergrund möglicher Neigung zu Reizüberflutung.
Spannend finde ich, seit ich nun diesen Hund habe, aber vor allem auch das Verhalten von Menschen (fremden und bekannten) im Bezug auf Hunde.
Warum erwarten Menschen von Hunden per se erst einmal absoluten Gehorsam? Sogar Menschen, die ich dem anarchistischen/antiautoritären Spektrum zuordnen würde. Was sind das für autoritäre Denkmuster? Würde man das so auch von Katzen, Schafen, Hühner etc. erwarten?
Viele andere Tiere sind aber nicht so im öffentlichen Raum unterwegs wie gerade eine auch zunehmende Anzahl von Hunden. Und natürlich ist auch nachvollziehbar, dass man nicht einfach angesprungen, angesabbert, beknabbert etc. werden möchte von einem fremden Hund. Eine gewisse Rücksichtnahme ist daher von Seiten des Hundes (noch mehr von Seiten der dazugehörenden Menschen) auf jeden Fall angebracht.
Aber das erklärt nicht, dass Menschen sich zum Beispiel hinstellen und von meinem Hund erwarten, „Sitz“ zu machen. Was ist denn da der Sinn überhaupt? Geht es um so Unterordnungszeug? Dominanz? (Die meisten dazu herumgereichten Theorien sind im Übrigen mittlerweile lange widerlegt, halten sich aber sogar in linken Kreisen weiter hartnäckig.)
Ein Bekannter schlug mal Kann- und Muss-Kommandos vor. Finde ich durchaus eine spannende Idee. Muss-Kommandos gibt es bei mir nicht so viele. Eigentlich nur welche, die meine, die Sicherheit des Hundes, eines anderen Tieres oder Menschen betreffen. „Stopp“ zum Beispiel (an Straßen, zum Abbruch eines Jagdversuchs, bergab oder auf Treppen, damit ich nicht falle) oder „Aus“, „Nein“ beim Fressen von etwas Unverdaulichem/Unbekannten oder gar Giftigem. (Und da das noch nicht immer klappt, ist sie halt vorwiegend mit Leine unterwegs.)
An anderen Stellen bitte ich mehr. „Kannst Du mir einen Mülleimer/eine Bank/einen Aufzug finden?“, „Zur Seite“, „rechts“/„links“, „voran“/„hinter“ finde ich auch durchaus hilfreich. Es ist aber für mich meistens nicht lebensbedrohend, wenn das nicht klappt.
In erster Linie sind aber Hunde halt auch Wesen mit Bedürfnissen und ich würde mir wünschen, wenn diese auch dementsprechend zur als solche zur Kenntnis genommen würden. Am Ende ist es also auch dort ein Aushandeln dieser Bedürfnisse zu einem möglichen Konsens, oder?
Das ist die Hündin, die ich mir seit über einem Jahr mit meinem Mitbewohner teile:
Sie ist ein Ca de Bestiar (ein mallorquinischer Schäferhund). Ob Mix oder reinrassig wissen wir nicht. (Der Vater hat sich vermutlich einfach unerkannt aus dem Staub gemacht.) Sie wurde uns vom Tierschutz vermittelt, da die Familie, die sie von Mallorca mitgebracht hatte, nicht genug Zeit für sie hatte.
Ursprünglich suchte ich einen Hund, welcher Assistenzhund für mich werden sollte. Jess ist dafür aufgrund ihrer Rasse aber wohl nur bedingt geeignet. Der Rasse sagt man Mut und Unabhängigkeit nach und einen starken Schutztrieb. Zumindest fehlt da schlicht der „will to please“, den zum Beispiel Labradöre haben. Sie mag aber rasseuntypisch erst einmal sehr überschwänglich alle fremden Menschen und Hunde. (Auch das kann natürlich recht anstrengend sein.) Als mich irgendwann letztes Jahr drei Typen auf dem Abendspaziergang dumm angequatscht haben, hat sie aber durchaus sehr beeindruckend geknurrt.
Aber wie auch immer sich das entwickelt: Wir waren nun zum ersten Mal ein paar Tage alleine (ohne meinen Mitbewohner) unterwegs und viel hat besser geklappt, als erwartet.
Das erste halbe Jahr war Jess viel krank. Giardien. Mehrfach. Eine Magen-Darm-Empfindlichkeit ist geblieben. Eine Augen-OP war nötig. Ich war oft auch wegen ihres ungestümen Wesens und der nicht unerheblichen Lust, zu jagen, mit den Nerven völlig fertig und hatte auch den Gedanken, den Hund wieder abzugeben. Ich bin sehr froh, dass mein Mitbewohner und ich uns das alles teilen. Alleine könnte ich das aus unterschiedlichen Gründen einfach nicht.
Auch neigen mallorquinische Schäferhunde wohl mehr als andere Rassen zu Reizüberflutung. Da muss ich allerdings sagen, dass durch Übung schon sehr viel möglich ist zumindest mit diesem Hund. Mittlerweile fährt sie (unter Protest, weil langweilig) U-Bahn/S-Bahn. (Keine Ahnung, ob Tiere und Menschen nicht aber auch generell Reizüberflutung eher nur dulden und nicht per se toll finden und wir uns nur alle irgendwie notgedrungen daran gewöhnt haben.)
Fernzüge hingegen sind richtig entspannt mit ihr. Da schläft sie vorwiegend. (Hamburg und Berlin Hauptbahnhof haben wir nun mittlerweile auch schon zusammen gesehen und überstanden.)
Diese kleine Reise hat uns ganz gut getan. Ich traue mir und dem Hund viel mehr zu. <3
Vielleicht schreibe ich ab und an mal über unsere weitere Entwicklung als Team. Hier geht es zu meinen Überlegungen zum Umgang mit Hunden. (Teaser: Ich hadere da auch mit Menschen aus der „linken“ Szene ob des möglicherweise autoritären Handelns gegenüber Hunden.
Man sieht derzeit die weißen Hufeisenwerfer:innen mit „black lifes matter“ in ihren Profilen. Irgendwie gegen rechts. Aber institutionellen Rassismus in Sicherheitsbehörden schön abstreiten. Und eigene Rassismen auch bloß nicht hinterfragen. Weiter Stimmen von Betroffenen kleinreden. So schlimm ist das doch alles nicht in Schland. Rassismus doof finden macht sich in liberalen Kreisen ganz hübsch im Profil. Aber bei Gegenwind was von „Meinungsfreiheit“ schreien. Da erkennt man dann nicht mal mehr große Unterschiede zur AfD.
Antirassismus verkommt so als Marketinginstrument. Man versichert sich gegenseitig wie toll man sei. Und versucht nicht einmal zu verstehen, wie institutioneller Rassismus funktioniert, wie dies auch in deutschen Behörden vorhanden ist. Denn auf die Polizei lässt man nichts kommen.
Und dann ist der Feind halt doch wieder „die Antifa“. Und zu radikal sollte man ja generell nicht sein.
Auf die Liberalen, die Satten, die Boomer kann man niemals bauen.
schon im August 2018 wiesen wir per Link auf eine Publikation des Schweizer Physikers Willy Bierter hin: „Wege eines Wanderers im Morgengrauen – Auf den Spuren Gotthard Günthers in transklassischen Denk-Landschaften“ und gaben der Hoffnung Ausdruck, dass dieses Buch das Werk des Ausnahmephilosophen Günther für einen größeren Leserkreis öffnen könne.
Wir freuen und nun außerordentlich, Willy Bierter als Autor mit gleich zwei Beiträgen in unserem kleinen webforum www.vordenker.de begrüßen zu dürfen! Sein Aufsatz „Denk-Wege – Gotthard Günthers Geburtsarbeit an einem neuen Format von Menschsein“, erstveröffentlicht auf dem Swiss Portal for Philosophy, Bern 01.09.2018, lässt vom bloßen Titel her eine post- oder gar transhumanistische Programmatik vermuten, hat jedoch mit solcherart ideologischen Wucherungen in Richtung technische Heilslehren rein gar nichts zu schaffen, im Gegenteil. Gleichwohl leidenschaftlich und zu einer aktuellen Zeit, in der wir nichts so sehr zu brauchen scheinen, wie eine Weiterentwicklung unseres rationalen Vermögens, wirbt Bierter für Weiterungen unserer denkerischen Möglichkeiten und damit auch unserer Handlungsoptionen, und das auf der Basis des Günther‘schen Werkes. „Als Kolumbus des 20. Jahrhunderts“ habe Günther, so Bierter, „den neuen Kontinent des transklassischen, mehrwertigen Denkens entdeckt und uns den Schlüssel in die Hand gegeben, der dazu dienen kann, aus dem Gitterwerk der das Leben zwanghaft überformenden zweiwertig-logischen Grammatik und damit aus dem Identitätszwang auszubrechen und das Tor zu neuen Sphären des Lebens und des Seelischen aufzustossen, wo wir neue Modelle des In-der-Weltseins entwickeln, unser Selbst- und Weltverständnis von anderen Fragestellungen und aus anderen Perspektiven her in den Blick nehmen können.“ Die Resultate dieser zwanghaften zweiwertigen Überformung, des monokontexturalen Diktats der klassischen ökonometrischen Modelle, sind aktuell überall zu beobachten als reale Bedrohung der aktuellen Biosphäre unseres Planeten.
Bierters Aufsatz geht dabei über die volle Distanz, von formalen sowie naturphilosophischen Überlegungen bis hin zu praktischen Hilfen und der wiederholten Aufforderung zu einer Kultur der praktizierten Übungen und Anstrengungen. Denn Weiterungen des eigenen Denkens sowie Bereicherungen der Standpunktoptionen sind weder beliebig noch intellektuell zum Nulltarif zu haben.
Zweitens stellt Willy Bierter das dritte Kapitel als Auszug seiner „Wege eines Wanderers im Morgengrauen“ , „Gedanken an spielenden Wassern“ exklusiv zur Online-Publikation zur Verfügung. Selbstredend hat dies einen werbenden Charakter und wir sind uns sicher, dass der Erwerb des ganzen Buches nicht nur für den Autor, sondern auch für die Leser*innen einen Gewinn darstellt. Denn Bierter nähert sich hier dem Philosophen Gotthard Günther über die denkend-kontemplative Fortbewegung, die eine ihrer vielleicht schönsten Entsprechungen in der Metapher des Wanderns findet. Und die spielenden Wasser transportieren selbstredend ein Heraklitisches Moment. Der das Wasser beobachtende Wanderer eröffnet einen neuen poetischen Blick auf Prozesse, auf die Interaktion zwischen Kognition und Welt, die einen befreienden Charakter haben kann und uns das Statische als nur einen Aspekt einer vielgestaltigen Wirklichkeit bewusst macht.
Screenshot – Correctiv-Video
Am Samstag, den 23. November 2019 hielt der Philosoph, Psychoanalytiker und Begründer der Pathognostik, Prof. em. Dr. Rudolf Heinz, einen Vortrag im Rahmen eines interdisziplinären wissenschaftlichen Kolloquiums zum Thema „Identität: das Eigene, das Andere und das Fremde“, veranstaltet vom Verlag „Die blaue Eule“ in Kooperation mit dem Gemeinnützigen Recherchezentrum CORRECTIV – Recherchen für die Gesellschaft im CORRECTIV-Buchladen in Essen. Rudolf Heinz titelte seinen Beitrag „Eindüsterungen zum Identitätsproblem, pathophilosophisch“.
Wir präsentieren Rudolf Heinz Vortrag hier noch einmal separat in einem Blogbeitrag mit Timecodes und stichpunktartigen Kurzzusammenfassungen, denn Rudolf Heinz‘ Referat kann ohne weiteres und über den philosophischen Rahmen hinaus eine soziopolitische und allgemeinpolitische Relevanz unterstellt werden. Die von ihm begründete Pathognostik als radikalisierende Fortschreibung der Psychoanalyse war immer auch Mittel einer differenzierten Diagnostik gesellschaftlicher Verhältnisse.
Dementsprechend gelangt er zu deutlichen Aussagen, hier nur ein Beispiel. Die projektive Identifikation sei ein Abwehrvorgang, der wie alle Abwehrvorgänge unvermeidlich immer wieder kollabiere. Die Bescherung des Ganzen sei ein Verfolgungsverhältnis, das wesentlich paranoisch ist. Man gerate mit diesem Moralismusvorgang in die Sphäre einer kollektiven Pathologie, genannt Paranoia, die von Heinz zudem als die Universalpathologie unserer kapitalistischen Verhältnisse gesehen wird.
Am Samstag, den 23. November 2019 hielt der Philosoph, Psychoanalytiker und Begründer der Pathognostik, Prof. em. Dr. Rudolf Heinz, einen Vortrag im Rahmen eines interdisziplinären wissenschaftlichen Kolloquiums zum Thema „Identität: das Eigene, das Andere und das Fremde“, veranstaltet vom Verlag „Die blaue Eule“ in Kooperation mit dem Gemeinnützigen Recherchezentrum CORRECTIV – Recherchen für die Gesellschaft im CORRECTIV-Buchladen in Essen. Rudolf Heinz titelte seinen Beitrag „Eindüsterungen zum Identitätsproblem, pathophilosophisch“.
Wir präsentieren die bereits zureichend im Netz beworbene Veranstaltung hier noch einmal separat in einem Blogbeitrag mit Timecodes und stichpunktartigen Kurzzusammenfassungen, denn Rudolf Heinz‘ Referat kann ohne weiteres und über den philosophischen Rahmen hinaus eine soziopolitische und allgemeinpolitische Relevanz unterstellt werden. Die von ihm begründete Pathognostik als radikalisierende Fortschreibung der Psychoanalyse war immer auch Mittel einer differenzierten Diagnostik gesellschaftlicher Verhältnisse.
Timecode 0:00:00 // Rudolf Heinz begann seine Ausführungen zunächst mit einer Entschuldigung. Er könne seinen vorbereiteten Text nicht ablesen, sondern müsse improvisieren aufgrund multipler Augenleiden. Er äußerte sich grundsätzlich über das Altern, das Ausleiern der Organe und bemerkte, er komme sich vor wie eine Karikatur des Ödipus auf Kolonos, blind, lahm und wütend, allerdings ohne Antigone.
Timecode 0:03:12 // Nach ein paar grundsätzlichen Erläuterungen zum Begriff der Identität – unter Vermeidung allzu eingrenzender definitorischer Elemente – weist er ausgehend vom Identitätssatz auf die Axiome der Logik hin, nicht ohne zu bemerken, dass diese mehrfach und zurecht einer grundsätzlichen Kritik unterzogen wurden.
Timecode 0:08:35 // Darüber hinaus weist er ausdrücklich auf den gelungenen Titel der Veranstaltung hin, der allerdings auch den Haken habe, die Gefahr einer Präjudizierung dessen sein zu können, was die Veranstaltung ethologisch ergeben könne.
Timecode 0:09:50 // Thesenhaft verkürzt stellt Heinz dar, dass das Eigene eo ipso entfremdet ist. Er führt als zusätzliches Indiz sein Vermissen der Einmischung der Psychoanalyse in gesellschaftliche Debatten an, so wie dies früher die Mitscherlichs praktiziert hätten und weist noch einmal deutlich auf Freuds basale Erkenntnis hin: „Wir sind nicht Herr im eigenen Hause“, sein Einspruch gegen das Eigene als die autonome Verfügung über das Selbst.
Timecode 0:13:20 // Fremdheit begegne uns neben dem Inneren im Außen, so Heinz. Und zwar immer dann, wenn man sich motiviert sieht, sich kritisch zu äußern, die moralische Option zu wählen. Dies könne aber auch moralistisch gescholten werden, der Moralismus als paranoische Seuche, als Epidemie, und als Pseudokultur der Begründung der eigenen moralischen Optionen. Schwarzweiß-Malerei setze sich durch, teilweise recht sublim.
Timecode 0:17:33 // Was dagegen gehalten werden könne, sei atopisch, es habe keinen Ort. Heinz schlägt als Strategie des Umgangs mit sich selbst vor, zu überlegen, ob das, was man am Anderen kritisiert, etwas ist, das einen selber bewegt, bzw. das man loswerden will und liefert damit ein ledienschaftliches Plädoyer für ein Moratorium der Besinnung darauf, ob der betreffende kritische Gehalt nicht ein solcher in mir selber ist, den ich desavouiere, den ich loswerden möchte.
Timecode 0:19:20 // Heinz identifiziert dies als Projektion: das was ich selber loswerden will, dem Anderen anlasten, dem sei eine Bereitschaft zur Pause, zum Überlegen entgegen zu setzen. Die projektive Identifikation sei ein Abwehrvorgang, der wie alle Abwehrvorgänge unvermeidlich immer wieder kollabiere. Die Bescherung des Ganzen sei ein Verfolgungsverhältnis, das wesentlich paranoisch ist. Man gerate mit diesem Moralismusvorgang in die Sphäre einer kollektiven Pathologie, genannt Paranoia, die von Heinz zudem als die Universalpathologie unserer kapitalistischen Verhältnisse gesehen wird. Dazu merkt er an, dass diese These eigentlich trivial sei.
Timecode 0:22:50 // Zur Frage „Wie halten Sie‘s denn selber?“ bemerkt Heinz, dass Bescheiden sein sich darin ausdrücke, zu wissen, dass man selber auch dem Moralismus verfällt. Als Gegenstrategie empfiehlt er eine wiederholte Selbst-Neuverordnung des Moratoriums, das sei aber ein mühseliges Geschäft. – In diese Richtung können wir weiterdenken, was die Kritik unseres Wertungstheaters angehe.
Timecode 0:25:05 // Zu unserem Wertungstheater sagt er, dass es verdorben paranoisch bis zum Geht-nicht-mehr sei, aber es sei etabliert und kollektiviert, dann sei es nach Freud angeblich unschuldig. Die Kollektivierung sorge dafür, dass die Abträglichkeit – nur scheinbar – verschwindet.
Timecode 0:25.30 // Vielleicht sei es nicht ganz so schlimm bestellt um den Moralismus. Es gebe immerhin kritische Einsprüche von Seiten der Psychoanalyse, die heutzutage auch nicht so weit gehe, wie er es hier versuche. Es scheint so zu sein, dass wir Gegenführungsmöglichkeiten im Umgang mit unseren Artgenossen haben. Und die Psychoanalyse sagt, dass das zu betonen ist. Die Aufklärungsmöglichkeiten der Psychoanalyse liegen aber einfach brach. Denn wir haben, so die Psychoanalyse, die Chance Reaktionsbildungen an den Tag zu legen, im Sinne von Verkehrungen ins Gegenteil. Wenn es nicht Mord und Totschlag gebe, dann gründe, so Heinz, sich das auf habitualisierten Abwehrvorgängen. Und diese Abwehrvorgänge seien labil.
Timecode 0:29:10 // Zur Behauptung der absoluten Werte sagt Rudolf Heinz: „Vergessen Sie‘s!“ Wenn Werte als absolut behauptet werden, seien das immer Substrate von Gewalt. Empirisch-geschichtlich sei das verifizierbar bis zum Geht-nicht-mehr. Absolute Werte seien die Grundlage von Gewalt, das gelte sogar für die Menschenrechte. Denen würde er es besonders wünschen, dass sie geschützt würden vor ihrer Absolutheitsbehauptung.
Timecode 0:30:10 // Wo sei er jetzt hingeraten? Die Modi der Konterkarierung unserer Identität will er ansprechen. Es gehe um Komponenten, die das Eigene fragwürdig machen müssen. Das Geschlecht, die Generation, der Tod und die Dinge. Es sehe nicht gut aus mit dem Eigenen, so dass man sich selbst zu eigen wäre, das Eigene wird ja schon unterhöhlt durch den psychoanalytischen Begriff des Unbewussten. Aber inwiefern durch das Geschlecht?
Timecode 0:32:12 // Rudolf Heinz führt aus, dass die Dramatik bereits im Mutterleib beginne, und dass da heute Vieles übersehen würde. Von der Zeugung an wird das Geschlecht genetisch festgelegt. Hormonell gesehen seien wir armen Männer auf längere Zeit weiblich. Die Dramtik im Mutterleib bestehe darin, dass sich das genetische Geschlecht gegen das hormonelle durchsetzen muss. Gelinge dies nicht, dann stehe die genetische männliche Identität auf dem Spiel. Die Geschlechtsidentität bis hin zum Phantasma des reinen Manns müsse ein narzisstischer Gewaltakt sein, das ginge gar nicht anders. Und er fragt: „Wo gerät man hin, wenn man diesen konstitutiven narzisstischen Gewaltakt zu vermeiden wüsste? Natürlich in Homosexualität.“ Dies sei bitte nicht misszuverstehen, er sei Consiliarius einer homosexuellen Interessensgemeinschaft gewesen. Was er allerdings nicht duldete, obwohl man da sehr aufpassen müsse, sich nicht verdächtig zu machen, das sei die Aufklärung der Homosexualität, bzw. deren Vermeidung. Die Homosexualität sei tatsächlich ein Angang der Geschlechtsidentität. Die Conclusio sei jedenfalls, dass die Geschlechtsidentität so nicht behauptet werden könne.
Timecode 0:36:08 // Zum Aspekt Generation bemerkt er, es sei doch wunderbar, sich narzisstisch duch Nachkommen zu tradieren, dies sei ja oft das Argument. Dabei würde aber vergessen, dass die Nachkommen zugleich eine Todesverkündigung seien. Dabei sei die Identität beeinträchtigt durch den Einbruch der Sterblichkeit. In Klammern gesagt, sei seine Hauptbefassung mit Psychoanalyse eine Revision des Todestriebs, der späten Freud‘schen Triebtheorie. Erfügt an, man könne manchmal meinen, wir hätten nichts anderes im Sinn, als tatsächlich den Tod zu imitieren, so zu tun, als hätten wir die Potenz des Todes, indem wir durch Gewalt meinen, uns selbst der Sterblichkeit zu entheben. Dies sei eine Kurzfassung des Todestriebs seinerseits.
Timecode 037:35 // Zu den Dingen: Es sei schwierig, die Dinge als Hemmnis der Selbstidetität geltend zu machen, er setze das hier aus, avidiere jedoch, dass das in den letzten Jahren einer seiner Arbeitsschwerpunkte gewesen sei, bzw. eine Einbeziehung der gesamten Dingsphäre in eine Art einer erweiterten Psychoanalyse vorzunehmen. Als Hinweis, wenn das so sei, dass wir darauf aus sein müssen, projektiv identifikatorisch uns unserer Sterblichkeit zu begeben, dann seien die Dinge die Garanten dafür, dass dies wie immer auch nur befreiend vorübergehend möglich ist. Aber wie sind die Dinge dann, sie seien eo ipso Waffen – wenn das zutrifft. Es gehe um die Projektion, das Loswerden, die Selbstbereinigung von Sterblichkeit, wenn dafür die Dinge stehen, dann sind die Dinge tatsächlich wie sie sind … wir rüsten dann. Wir hätten dann keine andere Wahl als zu rüsten und im Endeffekt dann auch Kriege zu führen. Der Tod als die Enteignung schlechterdings sei von sich selbst her plausibel.
Timecode 0:41:00 // Ob dies Eindüsterungen der Identität genug seien? Ihm gehe es darum, dass man um Himmels willen nicht auf Illusionskurs geht. Er wende sich gegen die Moral als paranoische Seuche. Zwei Punkte habe er noch zum Schluss, die Volte direkt sei marxistisch. Er meine das aber nicht freudomarxistisch. Allerdings sei der Marxismus eine Option … dass unsere zivile Identität für alle, die wir hier sitzen, er sei da nicht ausgenommen, dass unsere zivile Identität in unserem Tauschwert bestehe, in nichts anderem. Andere Schlupflöcher seien in unserer gesellschaftlichen Verfassung nicht möglich. Wenn das möglich wäre, wäre es eine Subversion, und diese bleibe aus.
Timecode 0:45:20 // Zum Schluss machte Rudolf Heinz eine Bemerkung zur Kritischen Theorie, sie sei auch von der Bildfläche verschwunden, Philosophie habe nur dann ihre Stunde, wenn da ein gesellschaftlicher Kairos (… ein Gott der Gelegenheit, Anm. d. Hrsg.) bestünde. Philosophie habe meistens Konjunktur nach Katastrophen. Die Kritische Theorie konnte sich behaupten als Nachkriegsphänomen von jüdischen Emigranten. Man solle nicht meinen, wir hätten noch Mitscherlichs, Adornos, Marcuses oder Horkheimers Zeiten.
Ein Verdikt von Adorno: „Utopie wäre die opferlose Nicht-Identität des Subjekts.“ Da würde man sofort sagen, das sei eine verfehlte Formulierung für Psychose. Nach Adorno: Das menschliche Leid ist so unermesslich groß, dass wir die Neigung haben, aus der Menschheit selber zu fliehen. Er, Rudolf Heinz, würde darauf insistieren, dass das menschliche Leid tatsächlich so groß ist und dass auch Adorno wusste, dass die Flucht in ein Niemandsland führt.
Dies sei der Schluss der Rede, hell geworden sei es nicht.
Entsprechend individueller kognitiver Verfassungen von uns Individuen rät der Heraugeber, das Video anzuschauen und sich nicht allein auf seine schriftliche Verdichtung zu verlassen, die ganz zwangsläufig immer auch eine Reduktion sein muss.
Der VRR möchte seine Tarife massiv vereinfachen. Endlich! Es könnte der Aufbruch zur Verkehrswende in NRW sein. Wenn es denn ernst gemeint wäre. Aber selbst, wenn der VRR es selbst nicht ernst meint: Nehmt es doch bitte ernst! Macht es! Billiger ist der Einstieg in eine zeitgemäße Verkehrspolitik nicht zu bekommen. Seit Anfang 2010 ist […]
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