Inklusion in NRW steht auf der Kippe

Monika Pieper, Sprecherin für Inklusion der Piratenfraktion NRW, zur Anhörung von Sachverständigen im Schulausschuss zum Thema Inklusion:

Die vorliegenden Stellungnahmen zeigen die Fehler der Landesregierung deutlich auf. Die Personalausstattung muss erheblich verbessert werden, denn Doppelbesetzungen sind vielerorts Fehlanzeige.

 

Um Inklusion wirklich gestalten zu können, müssen die Raumausstattung der Schulen endlich den Anforderungen angepasst werden und die Schülerzahl in den Klassen deutlich verkleinert werden. Dazu gehören ausreichend Differenzierungs- und Beratungsräume. Lehrer und Lehrerinnen benötigen mehr Zeit für gemeinsame Planung und Beratung. Sonst wird die gemeinsame Beschulung von Schülern und Schülerinnen mit und ohne Behinderung nicht gelingen.

 

Die Landesregierung muss jetzt zügig die gemachten Fehler aufarbeiten und nachsteuern, damit Inklusion nicht eine bloße Illusion bleibt.

 

Antrag Piratenfraktion NRW
„Inklusion verantwortungsvoll gestalten und Qualität gewährleisten“

Nach jahrzehntelanger Unzufriedenheit mit der Politik, ergibt sich durch das Landtagsmandat eine reale Chance, aktiv, inhaltlich und strukturell an politischen Prozessen mitzuwirken. Dies empfinde ich als große Herausforderung und auch Verantwortung. Ich wünsche mir, dass es uns gemeinsam mit Unterstützung und Einbindung der Basis gelingt, unsere Ziele durch eine sachliche, konstruktive Politik umzusetzen.

Verwendete Schlagwörter:
Veröffentlicht in Homepage, Pressemitteilungen, Schule und Weiterbildung (A15)
One comment on “Inklusion in NRW steht auf der Kippe
  1. Thomas Heinemann sagt:

    Aus der gestern passierten Anhörung an der ich auch teilhaben durfte mit der plakativen Überschrift “Inklusion steht in NRW auf der Kippe” herauszugehen, ist schon reichlich verfremdend bis dreist! Wohl alle anwesenden Sachverständigen haben Nachbesserungen und vor Alien mehr Ressourcen gefordert – richtig! Aber als “auf der Kippe stehend” wurde das Menschenrecht auf (schulische) Inklusion doch wohl von Niemanden bezeichnet.
    Schön, dass Sie bei diesem wichtigen Thema doch wieder die schrillen, plakativen Töne der sachlichen politischen Debatte vorziehen;-)!
    So können wir bestimmt weiter!

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